Eine gemütliche Bauernstube für den Ulmenhof

Mit der „Bauernstub´n“ ist neben dem „Fitness- Stüberl“, dem „Garderoben-Winkel“ und der „Herzerl Stub´n“ im Ulmenhof Peggau soeben eine vierte besondere Insel entstanden – Ein weiterer einladender Bereich, in dem wertschätzende Beschäftigung und Betätigung ermöglicht wird.
In der Bauernstube im Eingangsbereich des Hauses gibt es – wie man es von gemütlichen Küchenstuben kennt – einen Tischbereich sowie eine Sitzecke aus Holz, ein Tellerbord und gemütliche Sessel davor.
Mit viel Liebe zum Detail wurde dabei der Alltag aus früheren Zeiten nachgestellt: Handarbeiten, wie bemalte Teller oder filigrane Miniaturen sowie Schnitzereien aus Holz, Porzellan, bestickte Stoffe und Tischtücher oder bemalte Glasbehälter haben in der Vergangenheit die langen Winterabende gefüllt. Die Bauernstube, die früher aufgrund ihrer Beheizbarkeit der Mittelpunkt eines jeden Wohnhauses war, beinhaltet auch einen „Herrgottswinkel“ der von sozialer und religiöser Bedeutung für die Familie war.
Bei unserer „neuen alten“ Bauerstube wurde die Sitzecke aus Holz neu bezogen, eine Lampe montiert und kurz darauf haben sich bereits die ersten BewohnerInnen zum gemeinsamen Bingo-Spiel in der Bauernstub´n eingefunden.
So wie alle anderen Themen-Inseln im Ulmenhof auch, soll der neue Bereich dazu beitragen, die Lebensqualität der BewohnerInnen zu verbessern. Natürlich sind auch Sie herzlich dazu eingeladen, bei Ihren Besuchen Platz zu nehmen.

Ein herzliches Danke an die Familie Siegl, die uns die Möbel für die Bauernstube zur Verfügung stellte!

„Garderoben-Winkerl“: Demenzprojekt im Ulmenhof

Auf den ersten Blick sieht man dieser einladenden Ecke gar nicht das Besondere an. Erst auf den zweiten Blick erkennt man an den Utensilien, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Garderobe für Angehörige oder Besucher handeln kann: Bunte Strickschals, Hauben, Strickpüppchen, Krawatten, Taschen mit Inhalt, warme Umhängetücher und Ketten laden passend zur Jahreszeit ein, entdeckt, begriffen und einige Zeit des Tages auch benutzt zu werden.
Mit den sogenannten Demenz-Inseln, die unseren an Demenz erkrankten BewohnerInnen eine zweckfreie Betätigung in einem geschützten Raum ermöglichen, ist im Ulmenhof Peggau soeben die erste besondere Insel entstanden: das „Garderoben-Winkerl“.
Eine erwachsengerechte Ecke, in der wertschätzende Beschäftigung und Betätigung herausgelockt werden können. Im „Garderoben-Winkerl“ gibt es eine Garderobe, Hakenleisten in unterschiedlicher Höhe, bunte Knopfaufhänger, einen großen Spiegel und gemütliche Sessel davor.

Daher gilt, was in großen Buchstaben an der Wand steht:
„Entdecken erlaubt“, „Begreifen erlaubt“, „Ausborgen erlaubt“, „Anziehen erlaubt“, „Tragen erlaubt“ und „Aufräumen erlaubt“.

„Meilenschritt und Fersengeld“

Mit diesen Wörtern wird ein Bewegungsimpuls beschrieben, der seit Herbstbeginn im Ulmenhof einlädt, noch bewußter in verschiedene Bewegungsformen zu kommen und zu bleiben. Begonnen haben wir mit einer Einladung an Hofrat Dr. Helmut Aigelsreiter, einem der führenden Bewegungsspezialisten, uns doch direkt im Ulmenhof seine Bewegungsphilosophie vorzustellen. Schließlich konnte er den mehrfachen drängenden Bitten von Hausleiterin Michaela Ziegler und Bewegungstherapeutin Monika Rex-Rainwald nicht widerstehen und wurde in einer sehr neugierigen, aufgeschlossenen großen BewohnerInnenrunde erwartungsvoll empfangen.

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Zwei Jahre Ulmenhof

Hausleiterin Michaela Ziegler

Vor genau zwei Jahren öffnete der neue Pflege mit Herz – Ulmenhof in Peggau seine Tore. Aus diesem Anlass führten wir mit Hausleiterin Michaela Ziegler ein Gespräch über das Alt- Werden und Alt- Sein.

Frau Ziegler, Sie und  das Pflegeteam rund um Frau Evelyn Wurzinger-Harg arbeiten täglich mit alten Menschen, wie kann Ihrer Ansicht nach eine angemessene Vergesellschaftung des Alterns aussehen?

In früheren Gesellschaften haben alte Menschen aufgrund ihrer Erfahrungen und Kenntnisse wichtige Entscheidungen getroffen bzw. dadurch sozialen Status und Autorität erlangt. Sie waren bis ins Hohe Alter ein „funktionstüchtiges“ Mitglied der Gesellschaft. Weiterlesen

Volkstümliche Musik und intergenerative Begegnungen steigern die Lebensqualität

Die Kindertanzgruppe der Oberlandler erfreut – neben dem Kindergarten „Ich bin Ich“ – mit ihren regelmäßigen Besuchen und volkstümlichen Tänzen unsere BewohnerInnen. Uns ist es wichtig, gemäß der Pflege mit Herz Philosophie, bei der individuellen Biographie unserer BewohnerInnen anzusetzen. Dort findet sich bei einem sehr hohen Anteil die Liebe zur Musik, zum Tanzen und Singen. Und so folgten wir mit einigen BewohnerInnen auch der Einladung zum volkstümlichen Abend der Oberlandler im Festsaal der Gemeinde Peggau, wo die Kindertanzgruppe neben anderen Tanz- und Musikgruppen der Region zeigte, dass Volkskultur groß geschrieben wird. In den Pflege mit Herz Häusern wird der Pflege- und Betreuungsauftrag so verstanden, dass die Menschen in Würde und mit sehr hoher Lebensqualität leben und wohnen. Das macht nicht nur das Leben der BewohnerInnen schöner, sondern schafft darüber hinaus eine ganze Reihe von Chancen auch für das Leben, das sich in der Region um das jeweilige Haus abspielt. Hausleiterin Michaela Ziegler, Pflegedienstleiterin Evelyn Harg und die Bereichsverantwortliche der Abteilung Lebensqualität für den Ulmenhof, Monika Rex-Rainwald,  arbeiten gemeinsam mit einem gezielten Konzept der umfassenden psychosozialen Aktivierung im Alltag der BewohnerInnen.  Wichtig ist uns dabei auch die regionale Vernetzung: Die BewohnerInnen sollen sich als wichtiger Teil der Region Peggau fühlen. So besuchen wir auch heuer wieder das Kindergartenfest,  das Bauerntheater in Schrems und freuen uns, dass auch die Oberlandler Kinder am 4. Juli um 14 Uhr unser Sommerfest bunter machen. Ein großes Dankeschön an unsere Mitarbeiterin Frau Siegl –  die gemeinsam mit ihrem Mann die Tanzgruppe leitet – Frau Marchler, Frau Eicherl und Frau Dengg für die wöchentliche ehrenamtliche Begleitung.