Start in den Frühling im Eschenhof Semriach

Nach dem Ende der kalten Jahreszeit starten die Bewohnerinnen und Bewohner des Eschenhof Semriach jetzt mit Schwung in den Frühling. Irmgard Treichler vom Lebensqualitätsteam bereitete sich im März mit den Bewohnern auf das Osterfest vor, und dabei gab es einiges zu tun: Gemeinsam wurden Palmbuschen gebunden, Eier gefärbt und auch die Osterdekoration für den Eschenhof wurde natürlich selbst gebastelt.
Doch nicht nur die Osterzeit mit seinen Bräuchen hielt die Eschenhof-Bewohner in Schwung, auch der Frühjahrsputz stand an. Dabei packten die rüstigeren Bewohner gleich selbst mit an, und halfen, die Spuren des Winters rund um das Haus zu entfernen.
Zu gu­ter Letzt wurden dann auch noch die ersten Blumen gepflanzt, die jetzt zum Beispiel die Sonnenterasse des Eschenhofs zieren.
Nach getaner Arbeit blieb schließlich auch noch viel Zeit, um die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings zu genießen, die ruhige und wunderschöne Umgebung des Eschenhofs Semriach auf sich wirken zu lassen und einfach die Seele baumeln zu lassen…

Es wurde wieder fleißig gekocht im Eschenhof…

Irmgard Treichler aus unserem Lebensqualitäts-Team schnappte sich wieder einige Bewohnerinnen und Bewohner und holte die Küchenutensilien heraus. Dieses  Mal bereitete die Runde gemeinsam eine köstliche Kaffeejause zu: Es gab Apfelstrudel und Marmorkuchen.  Auch unser Bewohner Herr Rudolf schwang wieder den Kochlöffel und bereitete in gewohnt gekonnter Art sein Lieblingericht Rarášky (ein tschechisches Gericht) zu. Mittlerweile erfreut sich dieses Gericht bei den anderen Bewohnern und den MitarbeiterInnen größter Beliebtheit, und so konnten es alle kaum erwarten, bis er mit dem kochen fertig war.

102 Jahre

Im Jahr 1913 war Kaiser Franz Joseph noch in Amt und Würden, von den schwierigen Jahren, die auf die Menschen zukamen ahnte noch niemand etwas und generell war das Leben ein ganz anderes als heute. In diesem Jahr 1913, am 13. Juli, wurde die Bewohnerin des Eschenhof Semriach Maria Vilits geboren. Mit ihren 102 Jahren ist sie die älteste Bewohnerin Semriach und die älteste Bewohnerin aller unserer Pflege mit Herz Häuser. Und sie ist wohl auch die Bewohnerin, die am längsten von uns betreut wird, wohnt sie doch seit 1994 im Eschenhof Semriach.
Dieser hohe Geburtstag musste natürlich gebührend gefeiert werden, und so organisierten Hausleiterin Gabi Kainz und die stellvertretende Pflegedienstleiterin Sandra Ogrisek eine kleine Feier im Eschenhof-Café, zu der sich auch der Semriacher Bürgermeister Gottfried Rieger als Gratulant einstellte. Wir wünschen Maria Vilits auf diesem Weg nochmals alles Gute und viel Gesundheit!

 

Herr P. und seine Leidenschaft fürs Kochen

Herr P. hat einen Fanclub. Der wird immer größer. Und weil er diesen vor allem kulinarisch verwöhnt, machen die Fanclubmitglieder vorbereitend ein intensiviertes Bewegungsprogramm. Um das, was Herr P. auf den Tisch zaubert, zusätzlich zur normalen Essensversorgung bei Pflege mit Herz Eschenhof genießen zu können. Und dabei nur ja nicht zuzunehmen! Möglich wird das, weil die KollegInnen aus der Pflege- und Betreuungsmannschaft Ihren Auftrag richtig deuten…

„Sehr Köstlich!“, schwärmt Irmgard Treichler, die für den Bereich Lebensqualität im Pflege mit Herz Eschenhof Zuständige, über das Chilli con Carne, das BewohnerInnen des Eschenhofs und sie selbst gerade eben verspeist haben, als sie höchstpersönlich die Tische abräumt und das Geschirr versorgt. Hausleiterin und Seele des Eschenhofs, Gabi Kainz, dazu: „Dass unsere KollegInnen aus der Lebensqualität selbst mitanpacken ist auch so ein kleines Detail, das unser Arbeitsverständnis bei Pflege mit Herz verdeutlicht. Dadurch wird das möglich. Im Einsatz zur Verbesserung der Lebensqualität der BewohnerInnen!“

Ansatz bei der individuellen Biografie

„Uns ist es sehr wichtig, dass sich in dem, was wir mit den BewohnerInnen tun, der einzelne Mensch mit seiner individuellen Biografie wiederfindet!“ erklärt Irmgard Treichler. So sei Herr P. mit seiner Leidenschaft für´s Kochen ein sehr gutes Beispiel – eines von vielen – für die Betreuungsphilosophie bei Pflege mit Herz. „Weil bei dem, was Herr P. auf die Teller zaubert, regelmäßig sehr viele BewohnerInnen des Eschenhofs begeistert partizipieren können!“, unterstreicht sie.

Anerkennung steigert Lebensqualität

Gabi Kainz ergänzt: „Es geht auch darum, die enormen Ressourcen der BewohnerInnen zu nutzen und zu fördern. Und darum, diese auch entsprechend wertzuschätzen. Die Anerkennung, die Herr P. allein dadurch bekommt, dass seine MitbewohnerInnen seine Gerichte essen und loben, ist enorm!“

Der Eschenhof in Semriach und warum Johann Karrer hier so gerne wohnt

Jedesmal, wenn ich hierher komme, gilt mein erster Blick der unvergleichlichen Landschaft. Und jedesmal, wenn ich hierherkomme, sehe ich einen älteren Herrn, immer mit blütenweißem Hemd, safaribeiger Hose und einem kleinen Hut. Bei beinahe jedem Besuch steht Herr Karrer – wie ich nun weiß – an seinem kleinen, eigenen Hochbeet und bearbeitet liebevoll seine Zierpflanzen.

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