Normalität im Akazienhof – abendlicher Opernbesuch

Die Leidenschaft des Herrn G. ist seit früher Jugend die Musik. Von Jazz bis Oper und Musical. Warum sollte er auf Opernabende verzichten nur weil er in einem Pflegeheim wohnt? Das engagierte Team des Akazienhofs und der Abtilung Lebensqualität der Pflege mit Herz macht´s möglich!

Musikbegeistert

Die Geschichte der argentinischen Hure und Heiligen – Evita – und ihrem unglaublichen sozialen Aufstieg fasziniert seit vielen Jahrzehnten, besonders auch Herrn G, für den die Hausleitung des Akazienhofs, Ilse Masser, und Andrea Bräunlich von der Abteilung Lebensqualität der Pflege mit Herz diesen Abend in der Grazer Oper organisierten. „Herr G. ist sehr musikbegeistert. Unser Auftrag ist es, solche Erlebnisse für die BewohnerInnen unserer Häuser zu ermöglichen.“, sagt Andrea Bräunlich, „Die BewohnerInnen sollen bei uns möglichst normal und mit hoher Lebensqualität leben können. Dazu gehört, dass wir auch die kulturellen Bedürnisse der Menschen erfüllen helfen.“

Normalität

So war dieser Abend zweiflellos ein ganz besonderes Highlight für Herrn G. Aber ein solcher Musical Abend ist das für jeden anderen auch. Also Normalität, auch für BewohnerInnen der Pflege mit Herz Häuser

… Salz auf meiner Haut

Im Bemühen, soviel Normalität wie möglich zu leben, verbrachten die Betreuer des Behindertenbereiches „Frühling 99“ vom Pflege mit Herz Akazienhof in Wettmannstätten gemeinsam mit elf Klienten vier entspannte Urlaubstage in Jesolo. Für die Bewohner war es der erste richtige Sommerurlaub ihres Lebens.

Für die meisten Menschen gehört der Urlaub am Meer ebenso zum Jahreslauf wie Weihnachten und Ostern. Anders verhält es sich bei Personen mit besonderen Bedürfnissen. Für sie ist eine Reise ohne entsprechende Hilfe eine nicht zu stemmende Herausforderung.

„Wer fühlt, versteht!“

Geleitet vom Grundsatz: „Wer fühlt, versteht“, ist es dem Betreuerteam des Behindertenbereiches der Pflege-mit- Herz-Einrichtung in Wettmannstätten ein Bedürfnis, den Bewohnern soviel Normalität wie irgend möglich zu bieten. „Da gehören ein paar Tage am Meer einfach dazu. So stellten wir eine Urlaubsaktion auf die Beine, bei der unsere elf Bewohner jeweils vier Tage lang in Einzelbetreuung in einem 4-Sterne-Hotel in Jesolo die Sonne und das Salz auf ihrer Haut spüren konnten“, führt Betreuer Albert Kohlmeier aus.

Dem Alltag entflohen

Wochen zuvor war die Vorfreude, aber auch die Aufregung spürbar. Die Anreise erfolgte schließlich bequem mit dem Pflege-mit-Herz-Bus. Wie erhofft, ließ das Hotel keine Wünsche offen und die Zwei-Bett- Zimmer waren behindertengerecht und praktisch eingerichtet. Kulinarisch von morgens bis abends reichhaltig verwöhnt, verbrachte die gute gelaunte Reisegruppe die meiste Zeit am Strand, im Wasser oder beim Tretbootfahren. Man schlenderte die Promenade entlang, ließ es sich im Schatten gutgehen und beobachtete interessiert das flotte Treiben. An bewölkten und regnerischen Tagen bummelte man in die Stadt. Ein Höhepunkt war zweifelsohne der Ausflug nach Venedig. Die Fahrt am Canal Grande, die romantischen Gondeln, der Spaziergang über den Markusplatz und die engen Gassen und wundervollen historischen Gebäude werden der Gruppe in Erinnerung bleiben. Zu einem gelungenen Urlaub gehört natürlich auch ein abendlicher Besuch in der Einkaufsstraße am Lido de Jesolo sowie das Einkehren in einen Eissalon.

Neuauflage in Planung

„Sowohl für unsere Bewohner als auch für die Betreuer waren es unvergessliche Tage mit ganz vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen. Nicht zuletzt dank der vielen Erinnerungsfotos werden alle noch lange von dieser Reise zehren“, betont Achour Younan (Leiter des Akazienhofs), der gemeinsam mit seinen Kollegen auch für das kommende Jahr eine Urlaubsaktion wie diese plant.

Kulinarische Reise durch Österreich

Sommerzeit ist Urlaubszeit. In den „Pflege mit Herz“ Pflegeheimen wird das zum Anlass genommen, um die Bewohner mit auf eine Reise quer durch Österreich zu nehmen.

Da es für viele Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen nicht mehr möglich ist auf Reisen zu gehen, hat sich „Pflege mit Herz“ etwas ganz besonderes überlegt: Die Pflegeheime in St. Andrä/Höch, Groß St. Florian und Pirka bei Graz begeben sich auf eine kulinarische Reise quer durch Österreich. Vom 1. bis 9. Septmeber steht der Speiseplan ganz im Motto der österreichischen Bundesländer, und dabei gilt es alte Bekannte
wiederzutreffen aber auch neue Köstlichkeiten kennenzulernen.

Die österreichische Küche bietet ja eine große Vielfalt sowohl an Fleischgerichten als auch an vegetarischen Gerichten. Und so gibt es an jedem Tag zwei Gerichte zur Auswahl, einmal mit Fleisch und einmal ohne.
Gestartet wurde die Reise im Burgenland mit Gefüllten Paprika und Grenadiermarsch. Danach führt die Reise durch die anderen Bundesländer, wo zum Beispiel Wachauer Marillenknödel aus Niederösterreich, Salzburger Kasnocken, Tiroler Gröstl oder Vorarlberger Krutspätzle warten. Chefkoch Wolfgang Schiefermayr freut sich als
gebürtiger Oberösterreicher natürlich auf sein Heimspiel mit Surbratl beziehungsweise
Spinatknödel.
Als „Reiseleiter“ fungieren die Mitarbeiterinnen des Bereiches Lebensqualität bei Pflege mit Herz, die sich vorbereitend mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über die einzelnen Bundesländer austauschten und den Speiseplan präsentieren. Und auch
während der „Reise“ gibt es ein passendes Programm, zum Beispiel mit Musik und Plakaten zu den einzelnen Bundesländern.
Bleibt nur noch eine gute Reise und guten Appetit zu wünschen!

Hoch hinaus an meine Grenzen

Anfang Mai fuhren Claudia, Daniel und Andre aus dem Behinderten- und Jugendbereich in Begleitung ihres Betreuers Albert Kohlmeier ins City Adventure Center Graz. Dort wurden sie bereits von Verena, einer erfahrenen Sportkletterin mit reichlich Erfahrung im Umgang mit behinderten Jugendlichen erwartet.
Nach einem kurzen Kennenlernen wurden Klettergurte und Schuhe angelegt und es ging sofort zum Aufwärmen in den Boulder-Raum, wo leichte Kletter- und Dehnungsübungen durchgeführt wurden. Wände mit bis zu 15 Meter Höhe warteten darauf, erklommen zu werden, was nur funktioniert, wenn man im Team arbeitet und sich vollkommen auf seine Partner am Boden verlassen kann. Weiterlesen

Achtung, Baum fällt!

„Achtung, Baum fällt“ hieß es am 30. April. Unter Mithilfe eines Fachmanns und der Dienstleistungsgruppe aus dem Akazienhof wurde der von Hausleiterin Elfriede Kainz gespendete Maibaum gefällt und in den Kirschenhof transportiert. Am Weg vom Wald in den Kirschenhof gab es Gelegenheit, über die Tradition des Maibaumaufstellens zu reden und am Schluss gab es für die fleißigen Helfer aus dem Akazienhof noch eine kleine Jause.